Gemeinde St. Marien Dresden-Cotta
der Röm.-kath. Pfarrei Selige Märtyrer vom Münchner Platz


Der Lektorendienst in St. Marien

Angetragen - Zugemutet - Zugetraut


„Christen in Ausübung ihres prophetischen Dienstes stehen in der Nachfolge Christi als Künder der Frohen Botschaft“ und“ Als Propheten sind wir von Gott berufene Rufer. Uns wird die Verkündigung angetragen, zugemutet und zugetraut.“ So schrieb unser Bischof im Hirtenbrief zur Fastenzeit 2019.

 Trifft das nicht besonders auf unseren Dienst zu?

 Unsere Aufgabe ist es, in den Gottesdiensten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen die liturgischen Lesungen vorzutragen. Es bedarf keiner besonderen Ausbildung.

 Allerdings lauten die Anforderungen an einen Lektor: „Bemüht euch, die Worte Gottes, nämlich die heiligen Lesungen, deutlich und vernehmlich zum Verständnis und zur Erbauung der Gläubigen vorzutragen. Was ihr mit dem Munde lest, sollt ihr mit dem Herzen glauben und im Werk erfüllen.“

 Die Lesungen bergen viele Schätze in sich, die sich nicht immer auf den ersten Blick, das erste Hören erschließen. Als Lektor beschäftigen wir uns intensiver mit den Texten, das ist spannend. Wir verstehen uns als ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde, die vom Priester bzw. in Abstimmung mit ihm beauftragt sind, diesen Dienst zu erfüllen.

Dafür sollten die Lektoren die Texte ohne Mühe verständlich vorlesen können, so dass die Gemeinde dem Inhalt des jeweiligen Abschnittes der Heiligen Schrift folgen kann. Letztlich kann jedes erwachsene Gemeindemitglied hierfür geeignet sein, wenn es bereit ist, vor einer unterschiedlich großen Gemeinde zu stehen und zu lesen.

 Die Gruppe der an diesem Dienst teilnehmenden Gemeindemitglieder setzt sich zur Zeit aus 12 Frauen und Männern zusammen. Dazu versuchen wir, halbjährlich einen Vormittag miteinander zu verbringen, um uns näher mit dem Dienst zu beschäftigen. So waren zuletzt Stimmübungen mit einer Sprecherzieherin sehr interessant.

 Uns wird die Verkündigung angetragen, zugemutet und zugetraut: trauen sie sich, sprechen sie uns an und unterstützen sie die Gemeinde mit ihrer Gabe.

 Im Namen aller Lektor*innen

 Thomas Hohaus