Katholische Pfarrei St. Marien Dresden-Cotta

Beschenkt  durch  die  Gnadengaben Gottes


Der Lektorendienst in St. Marien

Angetragen - Zugemutet - Zugetraut


„Christen in Ausübung ihres prophetischen Dienstes stehen in der Nachfolge Christi als Künder der Frohen Botschaft“ und Als Propheten sind wir von Gott berufene Rufer. Uns wird die Verkündigung angetragen, zugemutet und zugetraut.“ So schreibt unser Bischof im diesjährigen Hirtenbrief zur Fastenzeit.

Trifft das nicht besonders auf unseren Dienst zu?

Unsere Aufgabe ist es, hauptsächlich in den Sonntagsgottesdiensten, die liturgischen Lesungen vorzutragen. Hinzu kommen die Fürbitten, bei besonderen Anlässen evtl. eine Meditation und meist auch die Bekanntgabe von Vermeldungen. In der Regel hat ein Lektor in unserer Gemeinde einen Dienst im Monat. Es bedarf keiner besonderen Ausbildung.

Allerdings lauten die Anforderungen an einen Lektor: „Bemüht euch, die Worte Gottes, nämlich die heiligen Lesungen, deutlich und vernehmlich zum Verständnis und zur Erbauung der Gläubigen vorzutragen. Was ihr mit dem Munde lest, sollt ihr mit dem Herzen glauben und im Werk erfüllen.“

Die Lesungen bergen viele Schätze in sich, die sich nicht immer auf den ersten Blick, das erste Hören erschließen. Als Lektor beschäftigen wir uns intensiver mit den Texten, das ist spannend. Wir verstehen uns als ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde, die vom Priester bzw. in Abstimmung mit ihm beauftragt sind, diesen Dienst zu erfüllen.
Dafür sollte die/der LektorIn die Texte ohne Mühe verständlich vorlesen können, so dass die  Gemeinde dem Inhalt des jeweiligen Abschnittes der Heiligen Schrift folgen kann. Letztlich kann jedes erwachsene Gemeindemitglied hierfür geeignet sein, wenn es bereit ist, vor einer unterschiedlich großen Gemeinde zu stehen und zu lesen.
 
Unsere Gruppe ist in den letzten Jahren kleiner geworden. Gerade für die Gestaltung der großen Feste wäre es schön, wenn zwei oder auch drei Frauen oder Männer für diesen wichtigen Dienst gewonnen werden könnten. Die Gruppe der an diesem Dienst teilnehmenden Gemeindemitglieder setzt sich zur Zeit aus 8 Frauen und Männern zusammen. Dazu versuchen wir, halbjährlich einen Vormittag miteinander zu verbringen, um uns näher mit dem Dienst zu beschäftigen. So waren zuletzt Stimmübungen mit einer Sprecherzieherin sehr interessant.

Uns wird die Verkündigung angetragen, zugemutet und zugetraut: trauen sie sich, sprechen sie uns an und unterstützen sie die Gemeinde mit ihrer Gabe.

Im Namen aller Lektor*innen

Thomas Hohaus